Praxisforschung und Modellprojekte

Einbezug von Eltern in der Pflegekinderhilfe

Gefördert durch den Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS)

Projektteam
Corinna Petri und Dirk Schäfer, Perspektive gGmbH
Projektlaufzeit
November 2018 bis Oktober 2021
Modellstandorte
Jugendamt Stuttgart, Kreisjugendamt Karlsruhe, der freie Träger Villa Kunterbunt in Bruchsal

Es werden geeignete Wege der Unterstützung von Pflegefamilien, Herkunftsfamilien sowie Pflegekindern gesucht, die die kontroversen Bedürfnisse der beteiligten Personen im Sinne der Kinder und Jugendlichen ausbalancieren. Darüber hinaus werden Möglichkeiten zur Mitgestaltung förderlicher Kooperationsbeziehungen zwischen Eltern und Pflegeeltern erprobt, um potentiellen Konkurrenzen und Spannungen innerhalb des Pflegefamilien-Herkunftsfamilien-Systems frühzeitig zu begegnen und diese abzubauen. Dadurch sollen Pflegekinder entlastet und ihre Entwicklungsbedingungen verbessert werden

Flankiert wird das Projekt durch eine Fortbildungsreihe, an denen Fachkräfte öffentlicher und freier Träger aus weiteren Regionen teilnehmen

Zusammenarbeit mit Eltern in der Pflegekinderhilfe

Gefördert durch die Aktion Mensch, in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Pflegekinder

Projektteam
Corinna Petri, Ina Ruchholz und Dirk Schäfer, Perspektive gGmbH
Projektzeitraum
März 2019 bis Februar 2021
Modellstandorte
PiB Pflegekinder in Bremen gGmbH, PFIFF gGmbH (Hamburg) und Wellenbrecher e. V. (Herne)

Ziel ist es, innovative, partizipative und beziehungserhaltende Angebote für Eltern zu entwickeln, zu erproben und zu bewerten, deren Bedürfnisse und Wünsche als relevant anzuerkennen, sowie rechtliche und pädagogische Ansprüche zu erfüllen. An den drei Standorten sollen verschiedene Formate förderlicher Kooperationsbeziehungen zwischen Eltern und Pflegeeltern überprüft werden, die Spannungen und Konkurrenz abbauen helfen und den Pflegekindern ermöglichen, beiden Familien einen wichtigen Stellenwert beimessen zu dürfen.

Gute Begleitung von Pflegekindern & Pflegefamilien

Daniela Reimer
In Kooperation mit Verein tipiti

Projektlaufzeit
März bis Dezember 2020

Durch eine Evaluation der Konzepte, der Prozesse und Haltungen von Fachpersonen sowie ausgewählter Pflegeverläufe aus dem Verein tipiti werden Impulse für eine anhaltende Gewährleistung und Überprüfung des Kindeswohls in Pflegefamilien initiiert.
Daran lässt sich einerseits eine Weiterentwicklung des Vereins tipiti, andererseits eine wissenschaftlich fundierte Standardentwicklung für die Praxis der Begleitung und Betreuung von Pflegefamilien in der gesamten (deutsch-)schweizer Pflegekinderhilfe anknüpfen und ein (idealerweise: überregionaler) Qualitätsdiskurs initiieren. Das Projekt hat zwei Teile: 1. Wird der Frage nachgegangen, welche Diskurse es (fachlich und wissenschaftlich) zur Begleitung von Pflegekindern und Pflegefamilien gibt und inwiefern sich daraus Mindeststandards ableiten lassen. 2. Wird untersucht wie die fachliche Qualität des Konzeptes von Tipiti zu bewerten ist vor dem Hintergrund der Diskurse und inwiefern die Konzepte umgesetzt werden. Dabei interessiert besonders, welche Orientierung die Fachpersonen nutzen und haben, wie sich einzelne Pflegeverläufe gestalten und welche Einflüsse aus den Konzepten und Orientierungen der Fachpersonen sich in den Verläufen erkennen lassen.
Abschliessend wird in einem gemeinsamen Prozess erarbeitet, welche Qualitätsstandards sich für die Begleitung von Pflegeverhältnissen daraus ableiten lassen.

Weiterentwicklung der Verwandten- und Netzwerkpflege im Rheinland

Gefördert durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR)

Projektteam
Ina Ruchholz, Dirk Schäfer und Jenna Vietig, Perspektive gGmbH
Projektlaufzeit

Oktober 2018 bis September 2020
Modellstandorte
Jugendamt Düsseldorf, Diakonie Düsseldorf, SKFM Düsseldorf, Jugendamt Köln, StädteRegion Aachen

Das Praxismodellprojekt verfolgt das Ziel einer empirisch abgesicherten Weiterentwicklung von Qualitätskriterien für die Pflegekinderhilfe in den (detailliert auszudifferenzierenden) Bereichen der Verwandten- und Netzwerkpflege. Grundlage dafür sind qualitative Erhebungen und hermeneutische Auswertungen der Erlebensperspektiven aller relevanten – an Verwandten- oder Netzwerkpflegeverhältnissen beteiligten – Akteur*innen. Die am Projekt beteiligten Fachkräfte können sich im Rahmen von Fachwerkstätten über Ideen, Erfolge und Misserfolge austauschen. Sie haben die Möglichkeit, bestehende Herausforderungen neu anzugehen, konkrete Empfehlungen für die Praxis abzuleiten und erfolgversprechende Ansätze konzeptionell zu übernehmen.

Konzeptentwicklung für Verwandten- und Netzwerkpflegeverhältnisse

mit dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Kreis Warendorf

Projektverantwortlich
Dirk Schäfer, Perspektive gGmbH
Projektlaufzeit
Oktober 2018 bis Mai 2020

Gemeinsam mit den Fachkräften des Pflegekinderdienstes des SkF e.V. im Kreis Warendorf erfolgt eine praxistaugliche Konzeptentwicklung zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Verwandten- und Netzwerkpflegeverhältnissen. Die Konzeptarbeit wird durch eine Weiterbildungsreihe flankiert, um aktuelle Wissensbestände sowie innovative Ansätze und Methoden für die Tätigkeit im Feld der Verwandten- und Netzwerkpflege zu vermitteln und im Hinblick auf Haltung und Fachlichkeit zu reflektieren.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Verwandten- und Netzwerkpflegeverhältnissen

In Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Pflegekinder e.V.

Projektverantwortlich
Dirk Schäfer, Perspektive gGmbH
Projektlaufzeit
Januar 2018 bis Dezember 2019

Im Auftrag des BMFSFJ bearbeitete das Kompetenzzentrum Pflegekinder e.V. in Zusammenarbeit mit der Perspektive gGmbH das Thema „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Verwandten- und Netzwerkpflegeverhältnissen“. Dabei wurde der Frage nachgegangen, welche spezifischen Herausforderungen, Chancen und Risiken es zu berücksichtigen gilt, wenn junge Geflüchtete bei Verwandten oder innerhalb ihres Sozialen Netzwerks unterkommen und aufwachsen können. Mit Blick auf die Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe im Allgemeinen konnten zudem Anforderungen festgehalten werden, die es zukünftig zu bearbeiten gilt, um das Potenzial einer leistungsstarken und in der Gesellschaft verankerten Pflegekinderhilfe zu entfalten.

Konzeptentwicklung für den Pflegekinderdienst des Jugendamtes der Stadt Neuwied

Projektteam
Ina Ruchholz und Dirk Schäfer, Perspektive gGmbH
Projektlaufzeit

Juli 2018 bis Juli 2019

Die Konzeptentwicklung erfolgte auf der Grundlage von – durch das Team des Pflegekinderdienstes der Stadt Neuwied – erstellten Vorarbeiten und bezog aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu den relevanten Themenfeldern ebenso ein, wie vorliegende Beschreibungen von sog. „best-practice“ Modellen. Zudem wurden Erlebensperspektiven der unterschiedlichen, an Pflegeverhältnissen beteiligten Personen systematisch einbezogen (hier: Fachkräfte, Pflegeeltern, Eltern). In Auswertungsworkshops mit den teilnehmenden Fachkräften wurden daraus handlungsleitende Erkenntnisse und Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Konzepts abgeleitet.

Weiterentwicklung der Verwandtenpflege im Regionalverband Saarbrücken

Ein Praxisentwicklungsprojekt im Auftrag des Regionalverbands Saarbrücken

Projektleitung
Dipl.-Päd. Dirk Schäfer, Perspektive gGmbH
Projektlaufzeit
November 2017 bis September 2018

Unter Einbezug von vor Ort aktiven Fachkräften, Eltern und Verwandtenpflegeeltern erfolgte eine intensive und systematische Auseinandersetzung hinsichtlich der aktuell vorliegenden Wissensbestände zum Thema Verwandtenpflege sowie dem Verständnis und dem Erleben der lokalen Praxis aus den unterschiedlichen Blickwinkeln. Vorhandene Entwicklungsmöglichkeiten im Zuständigkeitsbereich des Regionalverbandes Saarbrücken wurden gekennzeichnet und als fachliche und fachpolitische Empfehlungen festgehalten.
Bericht

Vermeidung von Exklusionsprozessen in der Pflegekinderhilfe

Mitarbeiter*innen
Dirk Schäfer (Dipl. Päd.), Kathrin Weygandt (MA Soziale Arbeit), zeitweise Nicole Weißelberg (MA Soziale Arbeit)
Projektlaufzeit
März 2015 bis Februar 2017
Finanzierung
Aktion Mensch

In Bezug auf Kinder und Jugendliche mit körperlichen, geistigen und/oder seelischen Behinderungen besteht weiterhin ein hoher Innovations- und Entwicklungsbedarf, insbesondere hinsichtlich der systematischen Professionalisierung der zuständigen öffentlichen und freien Träger. Im Spannungsfeld zwischen Behindertenhilfe und Kinder- und Jugendhilfe stellt sich die fachliche und fachpolitische Frage, ob Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung ebenfalls in erster Linie als Kinder und Jugendliche wahrgenommen werden und ob sie und ihre Eltern entsprechend ihrer Bedürfnisse und Entwicklungsanforderungen unterstützt werden. Im Rahmen des Modellprojekts konnten neue Erkenntnisse zur Beratung, Begleitung und Unterstützung von Pflegeverhältnissen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung gewonnen werden. Die Ergebnisse sollen in der Praxis genutzt werden können, um eine Ausgrenzung ganzer Gruppen von Kindern und Jugendlichen zu verhindern, unnötige Abbrüche von Pflegeverhältnissen zu vermeiden und geeignete Pflegefamilien und Pflegepersonen zu finden.
Projekthomepage
Veröffentlichung
Schäfer, Dirk/Weygandt, Kathrin (2017): Vermeidung von Inklusionsprozessen in der Pflegekinderhilfe. Siegen: Universi

Modellprojekt Bereitschaftspflege

Gefördert durch die Aktion Mensch in Kooperation mit dem Institut für Vollzeitpflege und Adoption e.V.

Projektteam
M.A. Corinna Petri, Dipl. Päd. Judith Pierlings
Projektlaufzeit
Juni 2014 – Mai 2016
Modellstandorte
Frankfurt a.M. (ASD, PKD, BPD), Köln (ASD, FBB, PKD) und Mühlheim a.d.R. (ASD, FBB, PKD)

In diesem Projekt wurden an drei Modellstandorten die Problemlagen der Bereitschaftspflege genauer eruiert und Strategien für eine optimierte Praxis entwickelt und erprobt. Das Hauptanliegen bestand darin, die Entwicklungschancen insbesondere junger Kinder dadurch zu verbessern, dass eine schnelle und qualifizierte Klärung der weiteren Perspektive erfolgt und so die Aufenthaltsdauern deutlich gekürzt werden. Im Ergebnis wurden an den Modellstandorten für alle Fachkräfte des Jugendamtes Verfahren etabliert, die für die Herkunfts- und Bereitschaftspflegefamilien transparent und nachvollziehbar sind.
Projekthomepage
Veröffentlichung des Abschlussberichtes
Petri, Corinna/Pierlings, Judith (2017)
Chance Bereitschaftspflege
Impulse für eine Entwicklungsfördernde Praxis
Siegen: Universi

Rückkehrprozesse von Pflegekindern in ihre Herkunftsfamilie

Ein Praxisforschungsprojekt gefördert durch die Stiftung Deutsche Jugendmarke, dem Sozialministerium Hessen und weiteren Spenden in Kooperation mit dem Institut für Vollzeitpflege und Adoption

Projektteam
Dipl.-Päd Dirk Schäfer, Dipl.-Päd. Judith Pierlings, M.A. Corinna Petri
Projektlaufzeit
Oktober 2012 bis September 2014

Der Rückkehrprozess beschreibt einen besonders komplexen Vorgang, der auch die Zeit vor und nach der Rückkehr umfasst. Die Untersuchung liefert Antworten darauf, wie die Prozesse so gestaltet werden können, dass für das Kind neue Entwicklungsmöglichkeiten entstehen, vermeidbare Belastungen, Kränkungen und negative Folgen bei allen Beteiligten verhindert und eine stabile Reintegration in die Herkunftsfamilie gelingen kann. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Sichtweisen und Perspektiven werden Konsequenzen und Empfehlungen in Bezug auf Haltungen und professionelles Handeln der Fachkräfte formuliert.

Projekthomepage
Veröffentlichung
Nach Hause?! Rückkehrprozesse von Pflegekindern in ihre Herkunftsfamilie. Siegen: Universi

FALEFOS – Family Learning Foster Care

Mitarbeiterin
Sabine Wehn
Projektlaufzeit
01.11.2013 -31.10.2015
Finanzierung
GRUNDTVIG (EU-Programm)
In dem durch das EU Grundtvig- Programm geförderten Forschungsprojekt wurden die Notwendigkeit von Familienlernen und die damit verbundenen Hindernisse im Kontext von Pflegeverhältnissen erarbeitet werden. Neben der Universität Siegen waren Projektpartner aus Österreich, Schweiz, Kroatien, Italien, Polen und Rumänien in diesem Projekt beteiligt. Ziel des Projektes war es, Möglichkeiten zur Förderung des Verständnisses und der Kooperationsbereitschaft zwischen Pflegeeltern, biologischen Eltern und Fachkräften herauszuarbeiten, zu verstärken und zu verbessern. Hierzu wurden am Ende lebenspraktische, zielgruppenspezifische Handbücher erstellt werden, die die Ergebnisse dokumentieren.
Im Rahmen des Projektes hatten Pflegeeltern, biologische Eltern und Fachkräfte die Möglichkeit, sich im Rahmen von Interviews, Gruppendiskussionen oder Workshops einzubringen und auf diese Weise den Prozess aktiv mitzugestalten. Durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurden Sicht- und Handlungsweisen unterschiedlicher Länder eingebracht, die einen erweiterten Blick ermöglichen.
Projekthomepage

Günstige und ungünstige Biografieverläufe von erwachsenen Männern und Frauen, die in ihrer Kindheit oder Jugend in Pflegefamilien gelebt haben

MitarbeiterInnen
Dipl. Soz.Päd. Sabine Wehn; Dipl. Päd. Dirk Schäfer; Dipl. Päd. Daniela Reimer
Laufzeit
Oktober 2011 – Dezember 2011
Finanzierung
Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

In der Untersuchung wurden jeweils zwei besonders günstige und zwei besonders ungünstige Biografieverläufe von Frauen und von Männern (also insgesamt acht Biografien) analysiert. Dabei wurden sowohl objektive Rahmenbedingungen als auch subjektive Beurteilungen berücksichtigt, die sich aus den Erzählungen der InterviewpartnerInnen rekonstruieren ließen. Die zentralen Erkenntnisse des Projektes beziehen sich neben interessanten forschungsmethodischen Aspekten auf kritische Lebensereignisse, Wendepunkte, Belastungen (subjektiv/ objektiv), Ressourcen (subjektiv/ objektiv), Erklärungsstrategien sowie geschlechtsspezifische Erlebensformen, Bedeutungszuschreibungen und Bewältigungsstrategien der Biografen. Die Ergebnisse wurden in einer Fachzeitschrift veröffentlicht.

Geschwisterbeziehungen im Kontext der Fremdunterbringung

Ein gemeinsames Projekt mit dem Sozialpädagogischen Institut (SPI) des SOS-Kinderdorfes München

Projektteam
Dipl. Soz.-Päd. Tina Radix; Dipl. Soz.-Päd. Corinna Petri
Projektlaufzeit
Anfang 2010 – Anfang 2011

Ausgehend von den Perspektiven der Kinder und Jugendlichen aus SOS-Kinderdörfern und den retrospektiven Darstellungen von jungen Erwachsenen, die in SOS-Kinderdörfern lebten, wurden neue Einsichten in die Dynamik von Geschwisterbeziehungen unter den Umständen der Fremdbetreuung und familiärer Vorbelastung gewonnen. Die Projektergebnisse liefern Erkenntnisse über günstige und entwicklungsfördernde Entscheidungen, Prozesse und Strukturen bei der Fremdunterbringung von Geschwisterkindern. Es werden Hinweise für die sozialpädagogische Praxis der stationären Betreuung von Geschwisterkindern in unterschiedlichen Konstellationen formuliert.
Veröffentlichung
Petri, Corinna/Radix, Tina/Wolf, Klaus (2012)
Ressourcen, Belastungen und pädagogisches Handeln in der stationären Betreuung von Geschwisterkindern
München: SOS-Kinderdorf, Materialien 14

Ressource Pflegeeltern. Ein Forschungsprojekt mit dem Zentralen Fachdienst für Pflegekinder mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen der Diakonie Düsseldorf

Mitarbeiter
Dipl. Päd. Dirk Schäfer
Laufzeit
01.07.2009 – 30.06.2011
Finanzierung
Diakonie Düsseldorf
Projekthomepage
Publikation Abschlussbericht

Leuchtturmprojekt PflegeKinderDienst: Professionalität im Pflegekinderwesen – Modellprojekt zur Steigerung der Pflegekinderdienste

Gefördert durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR)

Projektteam
Dipl. Soz.päd. Judith Pierlings; Dipl. Päd. Dirk Schäfer
Projektlaufzeit
01.06.2009-31.05.2011
Modellstandorte
Stadt Düsseldorf, Diakonie Düsseldorf und SKFM Düsseldorf); Duisburg (PKD), Bornheim (PKD), Kamp-Lintfort(PKD)

Das „Leuchtturmprojekt Pflegekinderdienst“ –  Modellprojekt zur Steigerung der Wirksamkeit der Pflegekinderdienste – hatte zum Ziel, basierend auf biografischen Interviews mit ehemaligen Pflegekindern und in enger Kooperation mit den fachlich ambitionierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Modellregionen empirisch gestützte Qualitätsstandards für die Pflegekinderhilfe zu erarbeiten. Das Projekt zeichnete sich dabei durch zwei Besonderheiten aus. Zum einen wurde die Perspektive und Sichtweise der Pflegekinder betont. Zum anderen wurden Handlungsempfehlungen nicht aus einer ausschließlich wissenschaftlichen Perspektive in die Praxis getragen, sondern in enger Kooperation mit der Praxis erarbeitet und als gemeinsames Produkt präsentiert. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Praxis in den einzelnen Kommunen – im Rahmen ihrer kommunalen Selbstverwaltung – war eine Einigung auf verbindliche Standards erforderlich.
Projekthomepage
Dokumentation als gebundener Druck „Leuchtturm-Projekt PflegeKinderDienst“ oder als PDF-Download

Projekt Pflegekinderstimme

Modellprojekt zur Beratung und Qualifizierung von Pflegeeltern
in Kooperation mit PAN e.V.

Wissenschaftlichen Begleitung
Dipl. Päd. Daniela Reimer
Laufzeit
01.02.2009 – 31.01.2011
Finanzierung
Aktion Mensch

Bisher war wenig darüber bekannt, wie die Pflegekinder selbst ihr Aufwachsen in einer Pflegefamilie erleben. Zwar beanspruchen viele Personen in der Pflegekinderhilfe, die Interessen der Kinder zu vertreten, die Kinder selbst kamen aber bislang sowohl in der Praxis als auch in der Forschung nur selten zu Wort. Das wurde mit dem Projekt verändert: Pflegekindern wurde eine Stimme gegeben. Im Rahmen von Interviews wurden sie selbst ausführlich befragt.

Um die Erfahrungen der Pflegekinder nutzbar zu machen, wurden anschließend besonders interessante Teile der Befragungen in vollständig anonymisierter Form im Rahmen von Workshops mit Gruppen von Pflegeeltern diskutiert.

Aus der Gegenüberstellung der Erfahrungen der Kinder und dem, was die Pflegeeltern erarbeiteten, wurden wir am Ende des Projekts neue Ansätze für die Beratung von Pflegeeltern erstellt.
Publikation